Bankkonto in Spanien eröffnen: Vergleich der besten Banken für Auswanderer
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84 Prozent aller Rechnungen in Spanien werden per Lastschrift bezahlt – ohne spanisches Bankkonto ist das Leben auf Mallorca praktisch unmöglich. Ohne ein spanisches Bankkonto kommst du auf Mallorca nicht weit: Miete, Strom, Wasser, Telefon – alles wird per Lastschrift (Domiciliación Bancaria) abgebucht. Bargeld funktioniert natürlich, aber spätestens beim Mietvertrag verlangt der Vermieter eine spanische Kontonummer. Hier ist der komplette Guide zur Kontoeröffnung.
Die wichtigsten Banken auf Mallorca im Vergleich
CaixaBank
Die größte Bank Spaniens nach der Fusion mit Bankia. Filialen überall, gute App, Service auf Spanisch und teilweise Englisch. Kontoführung: ca. 0-6 €/Monat (je nach Kontomodell). Tipp: Wenn du deine Gehalts- oder Renteneingänge dort laufen lässt, ist das Konto oft kostenlos.
Banco Sabadell
Starke Präsenz auf den Balearen (Sabadell hat die Banco March übernommen). Guter Kundenservice, einige Berater sprechen sogar Deutsch. Besonders empfehlenswert, wenn du eine Filiale mit deutschsprachigen Beratern findest – die helfen gerade am Anfang enorm bei der Bürokratie.
BBVA
Sehr gute Online-Banking App. Etwas internationaler ausgerichtet. Gut für dich, wenn du alles digital erledigen willst.
N26 / Wise als Ergänzung
Viele deutsche Auswanderer behalten ihr N26- oder Wise-Konto als Backup. Für Überweisungen zwischen Deutschland und Spanien ist Wise unschlagbar günstig. Aber: Ein richtiges spanisches Konto ersetzt das nicht. Vermieter und Versorgungsunternehmen wollen eine spanische IBAN (ES...).
💡 Geheimtipp: Revolut – Spanische IBAN ohne Filialbesuch
Bevor du dich durch die Warteschlange bei CaixaBank oder BBVA quälst, solltest du Revolut kennen. Revolut ist eine vollständig digitale Bank, die dir eine echte spanische IBAN (ES...) gibt – komplett online, ohne Filialbesuch, ohne Termin.
Warum Revolut für Auswanderer genial ist:
- Spanische IBAN sofort: Du bekommst direkt eine ES-IBAN, die du für Miete, Strom, Wasser und Lastschriften (domiciliación) nutzen kannst.
- Komplett online: Konto eröffnen dauert wenige Minuten über die App. Keine Filiale, kein Termin, kein Papierkram.
- Mehrere Währungen: Praktisch, wenn du Einkünfte außerhalb der Eurozone hast (z.B. Freelancer-Aufträge in USD oder GBP).
- Gehaltseingang möglich: Dein Arbeitgeber kann direkt auf die Revolut-IBAN überweisen.
- Kostenlos starten: Das Standard-Konto ist gratis. Premium ab ca. 6 €/Monat mit Extras.
Gut zu wissen: Revolut ist perfekt für den Alltag. Für Steuererklärungen beim Finanzamt (AEAT) empfiehlt es sich zusätzlich ein Konto bei einer traditionellen Bank zu führen. Viele Auswanderer nutzen beides.
→ Revolut-Konto eröffnen (Empfehlungslink)
Was brauchst du für die Kontoeröffnung?
- NIE-Nummer (ohne geht gar nichts)
- Reisepass oder Personalausweis
- Nachweis des Wohnsitzes: Empadronamiento oder ein Mietvertrag
- Beruflicher Nachweis: Arbeitsvertrag, Autónomo-Bescheinigung, oder Nachweis von Ersparnissen/Rente
Wichtig: Manche Banken wollen zusätzlich einen Certificado de No Residente (Bescheinigung, dass du noch nicht offiziell Resident bist) oder eine Steuerbescheinigung aus dem Herkunftsland. Frage vorher telefonisch nach, was genau gebraucht wird.
So läuft die Kontoeröffnung ab
Der typische Ablauf: Du gehst mit allen Dokumenten zur gewünschten Bank-Filiale. Ein Berater prüft deine Unterlagen und eröffnet das Konto in der Regel innerhalb von ein bis zwei Stunden. Die EC-Karte (Tarjeta de Débito) kommt per Post nach ca. einer Woche. Online-Banking ist meist sofort aktiv.
Gut zu wissen: Für eine Kreditkarte musst du in der Regel ca. drei Monate warten – die Banken wollen erst regelmäßige Geldeingänge sehen, bevor sie dir eine Kreditkarte ausstellen.
Kosten und Gebühren
Die meisten spanischen Banken erheben Kontoführungsgebühren, die aber oft entfallen bei:
- Regelmäßigen Gehaltseingängen über 600-700 €/Monat
- Bestimmten Kontomodellen (z.B. CaixaBank "Cuenta Online" = kostenlos)
- Kombination mit Versicherungsprodukten (aufpassen: oft nicht sinnvoll)
Geldabheben an eigenen Automaten ist kostenlos, an Fremdbanken fallen 1-2 € an. Überweisungen innerhalb Spaniens (Transferencia Nacional) sind kostenlos, SEPA-Überweisungen nach Deutschland ebenso.
Online-Banking in Spanien
Alle großen spanischen Banken bieten Online-Banking und eine Smartphone-Anwendung an. Die Einrichtung erfolgt in der Regel direkt bei der Kontoeröffnung. Ein wichtiger Unterschied zu Deutschland: Spanische Banken verschicken Kontoauszüge selten per Post. Du musst sie aktiv in der Anwendung abrufen oder im Online-Banking herunterladen.
Für Überweisungen zwischen Deutschland und Spanien ist Wise (ehemals TransferWise) eine günstige Alternative. Der Wechselkurs ist besser als bei den meisten Banken, und die Gebühren liegen bei 0,5–1 Prozent. Viele Auswanderer nutzen Wise parallel zu ihrem spanischen Konto, besonders für regelmäßige Überweisungen wie Mieteinnahmen aus Deutschland oder Rentenüberweisungen.
Behalte dein deutsches Konto als Backup. Manche Zahlungen (deutsche Versicherungen, Abos, Amazon.de) laufen weiterhin über das deutsche Konto. Und im Notfall hast du so immer Zugriff auf Geld, selbst wenn es bei der spanischen Bank Probleme geben sollte.
Steuern und Bankkonten
Dein spanisches Bankkonto wird automatisch an das Finanzamt gemeldet – Spanien hat ein transparentes Bankensystem. Achte darauf, dass du Überweisungen aus Deutschland korrekt deklarierst, besonders Beträge über 10.000 Euro. Die Bank fragt bei größeren Eingängen nach dem Herkunftsnachweis – halte Arbeitsverträge, Verkaufsbelege oder Rentenbescheide bereit. Die IBAN deines spanischen Kontos brauchst du für den Mietvertrag, die Stromrechnung, Handyvertrag und praktisch alles andere.
Empfehlung
Eröffne dein spanisches Konto so früh wie möglich – idealerweise direkt nach Erhalt der NIE. Du brauchst die IBAN für den Mietvertrag, die Stromrechnung, die Schulgebühren und alles andere. Und behalte dein deutsches Konto (oder Wise) als Backup für Überweisungen und als Notfallkonto.
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