Feiertag-Tipp: Wanderung zur Ermita de Betlem mit Picknick
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Der 1. Mai (Día del Trabajo) ist auch in Spanien ein Feiertag – und was gibt es Besseres, als diesen freien Tag für einen Ausflug in die Natur zu nutzen? Die Wanderung zur Ermita de Betlem bei Artà ist dafür ideal: nicht zu lang, nicht zu schwer, mit einem wunderschönen Kloster als Ziel und einem Panoramablick, der allein den Weg lohnt.
Was ist die Ermita de Betlem?
Die Ermita de Betlem (auch Ermita de Betélem) ist ein kleines Einsiedelei-Kloster in den Hügeln oberhalb von Artà, auf ca. 300 Metern Höhe. Es wurde im 18. Jahrhundert von Eremiten gegründet, die hier ein Leben in Abgeschiedenheit und Gebet führten.
Heute ist das Kloster noch teilweise bewohnt – ein letzter Eremit lebt hier zeitweise – und die Anlage ist für Besucher zugänglich. Die Kirche, der Garten und die Terrasse mit dem Panoramablick über die Bucht von Alcúdia sind frei zugänglich und wunderschön.
Die Wanderroute im Überblick
Start: Parkplatz an der Landstraße Ma-3333 (Richtung Ermita, Abzweig von Artà)
Ziel: Ermita de Betlem
Länge: ca. 6 km (hin und zurück)
Dauer: 2-3 Stunden (mit Pausen und Picknick)
Höhenmeter: ca. 250 m Aufstieg
Schwierigkeit: Leicht bis moderat (breiter Schotterweg, keine Kletterpassagen)
Geeignet für: Familien mit Kindern ab ca. 5-6 Jahren
Der Weg: Schritt für Schritt
Abschnitt 1: Parkplatz bis Waldweg (1 km)
Vom kleinen Parkplatz an der Ma-3333 folgst du der asphaltierten Straße bergauf. Nach ca. 500 Metern endet der Asphalt und wird zu einem breiten Schotterweg (camí). Links und rechts stehen Olivenbäume und niedrige Steinmauern – typisch mallorquinische Landschaft.
Abschnitt 2: Durch den Wald (1,5 km)
Der Weg führt durch einen lichten Kiefern- und Steineichenwald. Im Frühling blühen hier wilde Orchideen, Zistrosen und Rosmarin – die Luft duftet fantastisch. Der Anstieg ist gleichmäßig und nie steil – perfekt zum Plaudern und Genießen.
Unterwegs passierst du mehrere Kalköfen (forns de calç) – alte Steinstrukturen, in denen früher Kalk gebrannt wurde. Eine Infotafel erklärt die Geschichte.
Abschnitt 3: Letzte Kehren und Ankunft (0,5 km)
Die letzten 500 Meter winden sich in Serpentinen den Hang hinauf. Hier öffnet sich der Blick nach und nach: Erst siehst du die Hügel um Artà, dann die Bucht von Alcúdia und das Meer. Am Ende stehst du vor der schlichten, weißen Klostermauer der Ermita.
Die Ermita: Was es zu sehen gibt
Die Kirche
Die kleine Klosterkirche ist schlicht und friedlich – weiße Wände, ein einfacher Altar und Stille. Kein Eintritt, keine Führung – einfach eintreten, setzen und die Ruhe genießen. Die Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist ein wunderschönes Beispiel mallorquinischer Eremiten-Architektur.
Der Garten und die Terrasse
Hinter der Kirche gibt es einen kleinen Klostergarten mit Feigenbäumen, Orangenbäumen und Blumenbeeten. Die gepflasterte Terrasse bietet den besten Aussichtspunkt: Von hier siehst du die gesamte Bucht von Alcúdia, die Halbinsel Formentor und an klaren Tagen sogar Menórca am Horizont.
Perfekt fürs Picknick: Es gibt Steinbänke und schattige Plätze unter den Bäumen. Packe eine Decke, Brot, Käse, Oliven und Obst ein – ein typisch mallorquinisches pa amb oli schmeckt hier oben doppelt so gut.
Die Eremiten-Zellen
Über das Gelände verteilt findest du kleine Steinkammern (celdas) – die ehemaligen Wohnzellen der Eremiten. Manche sind verfallen, andere restauriert. Ein Spaziergang durch das Gelände gibt dir einen Eindruck vom einfachen, abgeschiedenen Leben hier oben.
Praktische Tipps für die Wanderung
Anfahrt
- Von Palma: Ca. 1 Stunde und 10 Minuten über die Ma-15 nach Artà, dann die Ma-3333 Richtung Ermita.
- Parkplatz: Kleiner Schotterparkplatz am Straßenrand (ca. 10-15 Plätze). Am 1. Mai kann es voll werden – früh kommen!
- Alternativ: In Artà parken und die gesamte Strecke (ca. 10 km hin und zurück) wandern.
Was mitnehmen?
- Wasser: Mindestens 1 Liter pro Person. Es gibt oben keine Wasserquelle und keinen Kiosk.
- Picknick: Brot, Käse, Schinken, Oliven, Obst, Trockenfrüchte. Dazu eine Flasche Wein oder Limonade (wenn du nicht fährst).
- Sonnenschutz: Teile des Weges sind ohne Schatten.
- Festes Schuhwerk: Turnschuhe reichen, Wanderschuhe sind besser. Keine Flip-Flops – der Schotterweg ist uneben.
- Müllbeutel: Es gibt oben keine Mülleimer. Nimm alles wieder mit runter.
Beste Tageszeit
Im Frühling (Mai) ist es ganztägig angenehm. Empfehlung: Vormittags starten (9-10 Uhr), oben picknicken und am frühen Nachmittag zurück sein. So hast du noch Zeit für einen Abstecher zum Strand.
Kombination mit Strand und Artà
Ein perfekter 1.-Mai-Tag könnte so aussehen:
- 9:00: Start der Wanderung
- 10:30: Ankunft Ermita, Kloster besichtigen
- 11:00-12:00: Picknick auf der Terrasse mit Meerblick
- 12:00-13:30: Rückweg
- 14:00: Mittagessen in Artà (Empfehlung: Restaurant Sa Duaia oder Bar Es Celler)
- 15:30: Ab zum Strand – Cala Mesquida (20 Min. Fahrt) oder Cala Torta (15 Min.) für den perfekten Nachmittag.
Warum gerade der 1. Mai?
Der Día del Trabajo ist in Spanien ein nationaler Feiertag. Das heißt:
- Alle Geschäfte und Büros sind geschlossen (außer Tourismus und Gastro).
- Viele Mallorquiner und Residenten nutzen den Tag für Ausflüge ins Grüne (excursión).
- Das Wetter ist Anfang Mai in der Regel perfekt: 20-25 °C, sonnig, noch nicht zu heiß.
- Die Natur blüht: Wildblumen, Orchideen, blühender Rosmarin – Mai ist einer der schönsten Wandermonate auf Mallorca.
Weitere Wanderungen in der Region
Wenn dir die Ermita de Betlem gefallen hat, hier weitere Routen in der Nähe:
- Talaia Moreia (432 m): Etwas anspruchsvollere Wanderung auf einen Aussichtsberg bei Artà. Grandioser 360-Grad-Blick.
- Parc Natural de Llevant: Großer Naturpark östlich von Artà mit mehreren markierten Wanderwegen verschiedener Schwierigkeitsgrade.
- S'Albufera d'Alcúdia: Feuchtgebiet an der Bucht – flache Wanderung, perfekt für Vogelbeobachtung.
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