Haustiere nach Mallorca mitnehmen: Einreise, Tierarzt und Alltag
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Wer den Schritt nach Mallorca wagt, steht vor vielen Fragen, und Internet auf Mallorca gehört definitiv zu den Themen, die du frühzeitig klären solltest.
Glasfaser-Verfügbarkeit auf der Insel
Palma und die großen Küstenorte (Calvià, Alcúdia, Manacor, Inca) sind zu über 90 % mit Glasfaser abgedeckt. In ländlichen Gebieten wie dem Inselinneren oder der Serra de Tramuntana sieht es anders aus, dort erreichst du oft nur ADSL mit 10–20 Mbit/s. Die Netzabdeckung prüfst du vorab auf cobertura.movistar.es oder auf der Webseite des jeweiligen Anbieters.
Die wichtigsten Glasfaser-Anbieter: Movistar (Telefónica) hat das größte Netz und bietet 300 Mbit/s ab 35 €/Monat, 600 Mbit/s ab 45 € und 1 Gbit/s ab 55 €. Orange bietet vergleichbare Geschwindigkeiten ab 32 €/Monat, oft mit besseren Einstiegsangeboten. Digi (rumänischer Anbieter) ist der Preisbrecher: 300 Mbit/s für 25 €, 1 Gbit/s für 30 €. Digi nutzt das Movistar-Netz und ist in Palma gut verfügbar, auf dem Land lückenhafter.
Mobilfunk und Kombi-Tarife
Kombi-Tarife (Glasfaser + Mobilfunk) lohnen sich fast immer. Bei Movistar bekommst du Glasfaser 600 Mbit/s plus eine Mobilfunk-Flatrate mit 25 GB für 55 €/Monat. Bei Orange liegt das vergleichbare Paket bei 50 €. Digi kombiniert 1 Gbit/s Glasfaser mit unbegrenztem Mobilfunk für 40 €/Monat, der beste Preis-Leistungs-Deal auf dem Markt.
Für den reinen Mobilfunk: Pepephone (ab 7 €/Monat für 5 GB), Simyo (ab 6 €/Monat) und Lowi (ab 8 €/Monat) sind günstige Alternativen ohne Vertragsbindung. Die Netzqualität hängt vom genutzten Netz ab: Pepephone nutzt Movistar, Lowi nutzt Vodafone, Simyo nutzt Orange.
Installation und Vertragsabschluss
Für den Vertragsabschluss brauchst du: NIE-Nummer, spanisches Bankkonto (IBAN) und deine Adresse mit Empadronamiento. Die Installation dauert 5–15 Werktage. Ein Techniker kommt zur Verkabelung, kostenlos bei den meisten Anbietern, wenn du mindestens 12 Monate bleibst. Vorzeitige Kündigung innerhalb der Mindestlaufzeit kostet 50–150 € Strafgebühr.
Tipp: Verhandle beim Abschluss. Spanische Anbieter geben Neukunden regelmäßig 3–6 Monate Rabatt (oft 50 %). Ruf an statt online zu buchen, am Telefon sind die Deals besser. Nach Ablauf des Einstiegsangebots steigt der Preis automatisch auf den Normalpreis. Setz dir einen Kalender-Reminder und verhandle rechtzeitig oder wechsle den Anbieter, Portabilidad (Anbieterwechsel) geht in Spanien in 3–5 Werktagen.
Starlink und Satelliten-Internet als Alternative
Für Fincas ohne Glasfaser-Anschluss ist Starlink eine echte Option. Die Hardware kostet 450 €, das Monatsabo 50 €. Die Geschwindigkeit liegt bei 50–200 Mbit/s mit Latenzen von 20–40 ms. Installation ist Selbstmontage, die Schüssel braucht freie Sicht nach Norden. Für Videokonferenzen und Streaming reicht Starlink problemlos, für Online-Gaming mit niedriger Latenz ist Glasfaser besser.
Troubleshooting: Langsames Internet auf Mallorca
Wenn dein Internet langsamer ist als versprochen, teste die reale Geschwindigkeit auf fast.com oder speedtest.net. Liegt sie unter 50 % des gebuchten Tarifs, ruf den Anbieter an und bestehe auf einen Technikereinsatz, kostenlos innerhalb der Vertragslaufzeit. Häufige Ursache: Der Router steht zu weit von deinem Arbeitsplatz entfernt. Ein Mesh-WLAN-System (z. B. TP-Link Deco, ab 80 € für 2 Einheiten) löst das Problem in Wohnungen über 70 m². Powerline-Adapter (ab 40 €) funktionieren in spanischen Altbauten oft besser als erwartet.
Für Homeoffice-Arbeiter: Ein zweiter Anbieter als Backup lohnt sich. Viele Freelancer nutzen einen Digi-Glasfaseranschluss als Hauptleitung und einen Movistar-Mobilfunktarif mit 50 GB als Ausfallsicherung (15 €/Monat). Bei Videokonferenzen mit Kunden in Deutschland reduziert ein VPN die Latenz nicht, die physische Distanz zum Server bestimmt den Ping. Wähle einen DNS-Server wie 1.1.1.1 (Cloudflare) oder 8.8.8.8 (Google) für schnellere Auflösung.
Anbieterwechsel und Kündigung: Typische Fallstricke auf Mallorca
Wer auf Mallorca den Internetanbieter wechselt, verliert bei ungeschicktem Vorgehen im Schnitt 80 bis 150 Euro durch Strafgebühren — und sitzt drei bis sechs Wochen ohne stabilen Anschluss da. Die spanische Regulierungsbehörde CNMC garantiert zwar eine Portierungsfrist von maximal 5 Werktagen für Mobilfunknummern, bei Festnetz und Glasfaser gilt jedoch eine andere Logik: Der neue Anbieter beantragt die Leitung beim Netzbetreiber (meist Movistar/Telefónica), und die Bearbeitungszeit beträgt 10 bis 25 Werktage. Wenn du gleichzeitig kündigst, riskierst du eine Lücke von mehreren Wochen ohne Internet. Das richtige Vorgehen ist daher: zuerst neuen Vertrag abschließen und Portierungsdatum festlegen, dann erst beim alten Anbieter kündigen — unter ausdrücklichem Verweis auf das vereinbarte Portierungsdatum. So ist der Übergang nahtlos, und du zahlst höchstens eine Woche für beide Verträge gleichzeitig, was immer noch günstiger ist als eine Versorgungslücke mit Prepaid-Überbrückung.
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Veröffentlicht durch die Move2Mallorca-Redaktion. Veröffentlicht am 8. April 2026.
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